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Aktuelles
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Aktuelle Fallbeispiele
Da häufig Fragen auftauchen, wie man sich eine Zusammenarbeit mit Mediatoren vorzustellen hat und was sie nun wirklich leisten, haben wir Ihnen Beispiele aus unsrer Praxis zusammengetragen.
Fall 1 - Neuer StellvertreterEin Teammitglied eines ca. 20-köpfigen Teams wird zum stellvertretenden Teamleiter gemacht. Der Rollenwechsel führt zu Auseinandersetzungen zwischen den "ehemaligen" Kollegen und dem neuen Stellvertreter. Anweisungen werden nicht befolgt, soziale Bindungen werden gekappt, kleine "Nickeligkeiten" werden gezielt genutzt, um Stimmung zu machen. Der Teamleiter erkrankt für einen längeren Zeitraum. In seiner Abwesenheit eskaliert die Gesamtsituation zwischen Stellvertreter und Team. Die Mediatoren kamen in dieser Situation hinzu und es gelang nach einigen Sitzungen, eine offene Gesprächskultur zu entwickeln und Verständnis auf allen Seiten für den Rollenwechsel und die geänderten Anforderungen aller zu schaffen sowie die Zusammenarbeit neu und positiv zu gestalten. Es wurde gemeinsam "erlernt", dass der Rollenwechsel des ehemaligen Kollegen nicht dazu führt, dass die Mitarbeiter nicht mehr seinen kollegialen Respekt haben. Die Teammitglieder erfuhren erstmalig auch von den Schwierigkeiten, die der neue Teamleiter mit seiner eigenen Rollenfindung ihnen gegenüber hatte. Diese Offenheit über persönliche Beweggründe und damit die Kenntnis der gegenseitigen "Sorgen" führte zu einer Lösung des Konfliktes.
Fall 2 - Auflösung einer GbR
Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) löst sich nach mehrjähriger gemeinsamer Tätigkeit auf. Die beiden Gesellschafter hatten sich im Studium kennen gelernt und gemeinsam das Unternehmen aufgebaut. Schriftliche Vereinbarungen oder Verträge sind jedoch nie geschlossen worden. Beide Gesellschafter wollen am gleichen Ort und im gleichen Bereich weiter tätig bleiben. Die Auflösung eskalierte unter anderem an folgenden Themen: Wer hat was in die GbR eingebracht? Wer hat wie viel für das Unternehmen geleistet und kann damit wie viel des Auseinandersetzungsguthabens beanspruchen? Wie werden Kunden über die Auflösung informiert? Wie kann eine für beide Seiten als gerecht empfundene Positionierung als jeweiliges Einzelunternehmen bei bestehenden Kunden aussehen? Beiden Gesellschaftern war klar, dass die einzige Alternative zu einer von beiden getragenen Konfliktlösung die Auseinandersetzung vor Gericht sein würde und dass damit die Sachfragen nicht befriedigend gelöst werden würden.
Fall 3 - Neue Geschäftsverteilung in einem Krankenhaus
In einer Krankenhausgesellschaft wird die Abteilung Qualitätsmanagement zunächst durch einen Vorgesetzten und eine Mitarbeiterin aufgebaut. Beide arbeiten sehr eng und engagiert zusammen. Zertifizierungen verschiedener Einrichtungen werden geplant, vorbereitet und begleitet. Das Aufgabenpensum wächst stetig. Als innerhalb der Krankenhausverwaltung eine Umorganisation der Geschäftsverteilung erfolgt und der bisherige Vorgesetzte zum Bereichsleiter befördert wird, der nun neben dem Qualitätsmanagement auch noch andere Aufgabenbereiche zu betreuen hat, entstehen plötzlich Unstimmigkeiten in der Zusammenarbeit der beiden. Die Kommunikation verändert sich. Misstrauen und Missgunst beherrschen den Arbeitsalltag. Als die Situation auch aufgrund des immer größer werdenden Arbeitsdrucks zu eskalieren droht, wird eine Mediatorin eingeschaltet. Die Mediatorin gliedert den Konflikt in Themenbereiche und arbeitet diese Stück für Stück mit den Beteiligten ab. Ergänzend wird ein Gespräch mit der Geschäftsleitung geführt, in dem es um Aufgabenverteilung und die zukünftige Entwicklung des Bereichs Qualitätsmanagement geht.
Fall 4 - Kompromiss zwischen Bürgern und Energieversorger
Eine Betreibergesellschaft an der auch ein städtischer Energieversorger beteiligt ist, hat die Baugenehmigung für ein Bioheizkraftwerk erhalten. Eine Bürgerinitiative, die sich vor allem aus Anrainern des geplanten Standorts zusammensetzt, erwirkt beim Gericht einen einstweiligen Genehmigungsstop, da ungeklärt ist, ob Immissionswerte auch bei bestimmten Wetterlagen immer eingehalten werden können. Während das langwierige gerichtliche Hauptsacheverfahren läuft, einigen sich die Parteien darauf, gemeinsame Gespräche zu führen. Technische Details der Anlage werden ausgetauscht und erörtert. Kurz vor Abschluss der gemeinsamen Gespräche schalten die Parteien eine Mediatorin ein, die in der Endphase ein Wiederaufflammen des Konflikts verhindern und die besonders heiklen Themen moderieren soll. Nach wenigen weiteren Sitzungen einigen sich die Parteien darauf, dass die Bürgerinitiative ihre Klage zurücknimmt, das Heizkraftwerk also gebaut werden kann, allerdings mit einigen technischen Änderungen, der Verlegung des Anfahrtsweges für An- und Abtransporte sowie der Verpflichtung des Betreibers überobligatorische Messungen der Immissionswerte durchzuführen und bei bestimmten Wetterlagen die Anlage bei Erreichen von den Parteien festgelegter Grenzwerte abzuschalten.
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Publikationen
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Doreen Klipstein
Unternehmensnachfolge ohne Konflikte : Wie Sie Ihren
Unternehmensnachfolgeprozess mittels des neuen Verfahrens
der Mediation konfliktfrei regeln können
Artikel in der Fachzeitschrift Deutscher Gartenbau
Mediation zur Lösung von betrieblichen Nachfolgeproblemen
Artikel in der Fachzeitschrift Neue Landschaft
Konfliktmanagement im Krankenhaus - ein Erfahrungsbericht
erscheint voraussichtlich im ersten Quartal 2011
Kristin Röschmann
Konfliktmanagementsysteme bei
kleinen und mittleren Unternehmen.pdfPernila Huwald
Handschlag statt Urteil (aus "Berliner Wirtschaft-Magazin der Industrie- und Handelskammer zu Berlin", Nr. 6/ Juni 2011/ 61. Jahrgang)
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Literatur
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Kommunikation
Friedemann Schulz von Thun, "Miteinander Reden – Kommunikationspsychologie für Führungskräfte", rororo, 2007
Friedemann Schulz von Thun, "Miteinander Reden 1 – Störungen und Klärungen", rororo 2007
Friedemann Schulz von Thun, "Miteinander Reden 2 – Stile, Werte und Persönlichkeitsentwicklung", rororo 2007
Friedemann Schulz von Thun, "Miteinander Reden 3 – Das „Innere Team“ und situationsgerechte Kommunikation", rororo 2006
Friedemann Schulz von Thun/ Wiebke Stegemann (Hrsg.), "Das Innere Team in Aktion – Praktische Arbeit mit dem Modell", rororo 2007
Christoph Thomann/ Friedemann Schulz von Thun, "Klärungshilfe 1 – Handbuch für Therapeuten, Gesprächshelfer und Moderatoren in schwierigen Gesprächen", rororo 2006
Christoph Thomann, "Klärungshilfe 2 – Konflikte im Beruf: Methoden und Modelle klärender Gespräche", rororo 2007
Christoph Thomann/ Christian Prior, "Klärungshilfe 3 – Das Praxisbuch", rororo 2007
Mediation
Christina Lenz/ Andreas Müller, "Wirtschaftsmediation – Ein Leitfaden zur Konfliktlösung in Unternehmen und Organisationen", Ulrich Leutner Verlag 2008
Fisher, R./ Ury, W./ Patton, B., "Das Harvard-Konzept", 22. Auflage New York 2004
Haft, F./ Schlieffen, K., "Handbuch der Mediation – Verhandlungstechniken, Strategien, Einsatzgebiete", 2. Auflage München 2009
Hagen, J.J./ Lenz, C., "Wirtschaftsmediation – Theorien, Verfahren, Technik, Praxis", Wien 2008
Hösl, G.G., "Mediation – die erfolgreiche Konfliktlösung, Grundlagen und praktische Anwendung", 2. Auflage Wiesbaden 2005
Montada, L./ Kals, E., "Mediation – Ein Lehrbuch auf psychologischer Grundlage", 2. Auflage Weinheim 2007
Konfliktmanagement
Konstantin Passameras, Regina von Diemer, "Konfliktmanagement", Hanser Verlag, 2005
Christiane Fischer, Jürgen Reitemeier, "Verbale Angriffe", Weka Media GmbH, 2008
Rolf Schulz, "Toolbox zur Konfliktlösung", Eichborn Verlag, 2007
Glasl, F., "Konfliktmanagement – Ein Handbuch für Führungskräfte, Beraterinnen und Berater", 8. Auflage 2004
Pöpping, W., "Wirtschaftsmediation als Verfahren des betrieblichen Konfliktmanagements", München 2008
Proksch, S./ Janach, G., "Das Ende der Eiszeit: Konfliktmanagement und Mediation in Unternehmen", Wien 2004
Regnet, E., "Konflikte in Organisationen", 2. Auflage Göttingen 2001
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- Links
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FAQ's
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Was ist Mediation?
Mediation ist ein strukturiertes Verfahren, in dem ein nicht am Konflikt beteiligter Mediator den Beteiligten einen Weg zur Lösung der Probleme aufzeigt.
Ist das in einer Mediation Besprochene vertraulich?
Wer erfährt von den vereinbarten Ergebnissen?
Eines der Grundprinzipien der Mediation ist die Vertraulichkeit. Die Parteien gehen vor Beginn der Mediation eine „Selbstverpflichtung“ ein, die Inhalte der Mediation nicht außenstehenden Dritten mitzuteilen. Nur die Parteien und die Mediatoren kennen den Inhalt des Mediationsverfahrens.
Was ist eine innerbetriebliche Mediation und wie kann ich sichergehen dass (auch) sie vertraulich ist?
Von einer innerbetrieblichen Mediation ist dann die Rede, wenn die am Streit beteiligten Parteien (Medianten) aus einem Unternehmen stammen. In diesem Fall spricht man von der sog. innerbetrieblichen Mediation. Größere Unternehmen verfügen heute oft über einen eigenen Mediatorenpool und greifen in Abstimmung mit den Medianten auf Mitglieder dieses „Pools“ zurück. Dies ist aber kein zwingendes Charakteristikum für eine innerbetriebliche Mediation. In beiden Fällen dürfen Informationen über das Mediationsverfahren sowie die Tatsache, dass ein solches Mediationsverfahren stattgefunden hat bzw. stattfinden soll, nur dann kommuniziert werden, wenn die Parteien ausdrücklich zustimmen. Es gilt auch hier uneingeschränkt der schon dargestellte Grundsatz der Vertraulichkeit.
Wann sollte eine Mediation durchgeführt werden?
Wenn ein Konflikt besteht, der die Beteiligten im Umgang miteinander beeinträchtigt und eine grundsätzliche Bereitschaft der Konfliktparteien gegeben ist, eine Lösung außergerichtlich zu suchen. Mediation kann aber schon dann eingesetzt werden, wenn erste Kommunikationsprobleme auftauchen oder die Beteiligten befürchten, es könne im Rahmen von Verhandlungen zu Schwierigkeiten, Blockaden oder gar Streit kommen. In diesem Sinne angewandt wirkt Mediation präventiv, d.h. einem Konflikt und seinen negativen Begleiterscheinungen vorbeugend.
Warum regelt man das ganze nicht besser durch einen Anwalt oder durch Gerichte?
Ein Anwalt vertritt die Interessen einer Partei, mit allen Vor- und Nachteilen und dem Prozessrisiko, das ein gerichtliches Verfahren mit sich bringt. Ein Gerichtsverfahren ist nicht nur zeit- und kostenintensiv, es kann auch verloren werden. In der Mediation gibt es keine Gegner, keine Verlierer und auch niemanden, der über die Interessen des anderen hinweg entscheidet.
Woher stammt das Wort Mediator bzw. Mediation und was heißt es genau?
Mediation kommt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt "Vermittlung".
Wie lange dauert eine Mediation?
Die Dauer einer Mediation hängt von verschiedenen Faktoren ab, z.B.
- Komplexität des Falles
- Intensität der Verflechtungen
- Bereitschaft der Beteiligten, an der möglichen Lösung
konstruktiv zu arbeiten - Anzahl der Beteiligten
Eine Mediation ist daher von Fall zu Fall unterschiedlich. In der Regel ist eine Mediation jedoch wesentlich kürzer und zeitlich besser planbar als etwa ein gerichtliches Verfahren.
Wer nimmt an den Sitzungen teil?
An der Mediation nehmen die Konfliktbeteiligten und der Mediator teil. Falls notwendig, können Juristen und Experten hinzu gezogen werden, was jedoch von den Beteiligten vorher geklärt wird.
Ist Mediation ein rechtlich anerkanntes Verfahren?
Mediation schließt in der Regel mit einer Vereinbarung zwischen den Beteiligten. Diese ist, wenn die entsprechende Form eingehalten wird, rechtsverbindlich.
Wie nachhaltig ist eine Mediation bzw. welchen konkreten Nutzen habe ich von einer Mediation?
Maßgeblich für eine nachhaltige Mediation ist der Umstand, dass die Lösung den Interessen der Parteien entspricht. Sie erarbeiten selbstbestimmt, unter Anleitung der Mediatoren, die für sie tragfähige Lösung. Dies erhöht die Motivation für eine unmittelbare und nachhaltige Umsetzung der gefundenen Ergebnisse. Die Beteiligten werden in der auch in der Umsetzungsphase von den Mediatorinnen z.B. im Rahmen regelmäßiger Nachbesprechungen begleitet. Somit können Korrekturen und Anpassungen der erarbeiteten Lösungen noch innerhalb des Mediationsverfahrens erfolgen.
Was kostet Mediation?
Die Kosten der Mediation richten sich u.a. nach der Komplexität des Falles und nach dem Zeitaufwand für Vor- und Nachbereitung der Sitzungen. Je nach Fall werden Stundenhonorare oder Tagessätze individuell vereinbart. Eine genaue Kostenaussage kann ohne Eingrenzung der Konflikthintergründe nicht seriös erfolgen. Wenn Sie überlegen, ob Sie einen konkreten Fall mit Mediation bearbeiten möchten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Wir unterbreiten Ihnen gerne ein konkretes, auf Ihre Bedürfnisse abgestimmtes Angebot. In jedem Fall besteht für Sie die Möglichkeit, eine Erstberatung zu vereinbaren, deren Kosten dann bei Inanspruchnahme weiterer Dienstleistungen verrechnet werden.
Kann man die Beteiligten zur Teilnahme an einer Mediation zwingen?
Wesentliches Grundprinzip der Mediation ist die Freiwilligkeit zur Teilnahme. Sie kann nur durchgeführt werden, wenn die Beteiligten an der Mediation teilnehmen wollen. Zwang zur Teilnahme schließt die Mediation aus.
Wo findet eine Mediation statt?
Grundsätzlich ist es möglich, Mediation überall durchzuführen. In der Regel werden Wirtschaftsmediationen im Unternehmen durchgeführt, können aber auch außerhalb, auf neutralem Boden stattfinden. Wir sind für Sie bundesweit tätig.
Welche anderen Verfahren zur Konfliktbearbeitung gibt es?
Coaching, Konfliktmoderation, Schlichtung, Schiedsgericht, ordentliches Gericht, Supervision
- Komplexität des Falles
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